Pressemeldungen

In der Sitzung vom 26. Februar 2019 hat der Verwaltungsrat der Kath. St. Lukas Gesellschaft mbH Frau Elke Breilmann als neue Vorsitzende und Herrn Peter Dittmann als ihren Stellvertreter gewählt.

Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrates

(05.03.2019) In der Sitzung vom 26. Februar 2019 hat der Verwaltungsrat der Kath. St. Lukas Gesellschaft mbH Frau Elke Breilmann als neue Vorsitzende und Herrn Peter Dittmann als ihren Stellvertreter gewählt. Die Vorgänger, Herr Helmut Kohls und Herr Joachim Punge, waren nach achtjähriger Tätigkeit zum 31.12.2018 aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden.

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Die neue Vorsitzende des Verwaltungsrates ist in ihrem Geburtsort Castrop-Rauxel als Rechtsanwältin und Notarin niedergelassen. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der Kirchengemeinde St. Lambertus, die zu den Trägern der Kath. St. Lukas Gesellschaft gehört. Sie engagiert sich seit langem als stellvertretende Vorsitzende des Vereins Kinderkanzlei, der Kindern in bedrängten sozialen Situation professionelle Unterstützung anbietet.

Peter Dittmann ist geschäftsführender Vorstand der Kirchengemeinde St. Josef in Kirchlinde. Er ist seit eineinhalb Jahren im Ruhestand und war davor 28 Jahre Abteilungsleiter bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.

Helmut Kohls wirkte seit 1983 im Vorstand der Sparkasse Dortmund und war ab 1992 bis 2002 dessen Vorsitzender. 2008 wurde ihm das Verdienstkreuz am Bande für sein soziales Engagement verliehen. Er war unter anderem Mitbegründer der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft und Schatzmeister des Lions-Hilfswerks. Seit 1991 war er Mitglied im Verwaltungsrat zunächst des St.-Josefs-Hospitals und später der Kath. St. Lukas Gesellschaft.

Joachim Punge war Gründungsmitglied der Sozietät audalis Kohler Punge & Partner und ist seit seinem Austritt 2017 als of Counsel für die Sozietät tätig. 2010 wurde er mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Er hat sich unter anderem in führenden Positionen für die IHK und für den Westfälischen Industrieklub engagiert. Er hat sich seit 2008 im Verwaltungsrat der Kath. St. Lukas Gesellschaft engagiert.

Tag für Tag engagieren sich die Mitstreiter der Katholischen Krankenhaushilfe in den Betriebsstätten des Lukas Klinikums. Foto: Ekkehart Reinsch.

Grüne Damen und Herren suchen Nachwuchs

(04.03.2019) Tag für Tag engagieren sich die Mitstreiter der Katholischen Krankenhaushilfe in den Betriebsstätten des Lukas Klinikums am St.-Josefs-Hospital in Dortmund-Hörde und am Katholischen Krankenhaus in Dortmund-Kirchlinde. Sie nehmen Patienten bei ihrem Eintreffen in Empfang, informieren und geben Orientierung. Darüber hinaus besuchen sie Patienten auf den Stationen und stellen sich für ein kleines Gespräch oder den einen oder anderen kleinen Dienst zur Verfügung.

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Die Ehrenamtler verpflichten sich, zu frei vereinbarten Zeiten für die Patienten da zu sein. Jeder kann mitmachen. Gisela Hindorf, die seit neun Jahren die Kath. Krankenhaushilfe am St.-Josefs-Hospital leitet sagt: „Wir freuen uns über Frauen und Männer gleich welcher Konfession oder Religionszugehörigkeit. Sie müssen nur bereit sein, ihre freie Zeit einzusetzen, um bedürftigen Mitmenschen ein wenig unter die Arme zu greifen. Interessenten können uns gerne jederzeit zum Schnuppern bei unserer Arbeit begleiten.“

 

Ansprechpartnerinnen sind:

Gisela Hindorf (St.-Josefs-Hospital) – Tel.: +49 231 468853

Waltraud Scheffer (Kath. Krankenhaus Dortmund-West) – Tel.: +49 231 6798-5076

Das Bild zeigt den langjährigen Patientenfürsprecher am Kath. Krankenhaus Dortmund-West und am St. Rochus-Hospital in Castrop, Willi Breuckmann. Foto: Ekkehart Reinsch.

Willi Breuckmann geht

(09.01.2019) Fast zehn Jahre lang war Willi Breuckmann unermüdlich in seinem ehrenamtlichen Engagement für die Patienten tätig. Der heute 87 Jährige war als Patientenfürsprecher zunächst im Kirchlinder Krankenhaus und später auch im St. Rochus-Hospital eine Institution, auf die immer Verlass war.

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Als Patientenfürsprecher übernahm er eine Mittlerrolle zwischen kranken Menschen und dem behandelnden Klinikpersonal. Wenn es im Krankenhausalltag hakte und Patienten sich nicht korrekt betreut fühlten, bemühte sich der Patientenfürsprecher um Klärung und versuchte, Verständigung zu bahnen. Bei der Klinikleitung setzte er sich dafür ein, dass im Klinikablauf die Interessen von Patienten angemessen berücksichtigt wurden.

„Herr Breuckmann war immer zur Stelle, wenn er benötigt wurde“, erklärte der Standortleiter der Kath. St. Lukas Gesellschaft, Pflegedirektor Axel Westermann. Er dankte dem verdienten Ehrenamtler für seine langjährige Unterstützung. „Herr Breuckmann hinterlässt eine Lücke, die wir schnell wieder besetzen möchten“, so Westermann.

Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Krankenhaus war Herr Breuckmann lange Jahre als ehrenamtlicher Richter beim Landessozialgericht NRW sowie in der Kommunalpolitik tätig. Für sein großes Bürgerschaftliches Engagement wurde Herr Breuckmann bereits im Jahr 2000 mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

St.-Josefs-Hospital ist Lehrkrankenhaus der Universität Münster - Pressemeldung des St. Lukas Klinikum

St.-Josefs-Hospital ist Lehrkrankenhaus der Universität Münster

(17.12.2018) Die Dortmunder Klinik beteiligt sich an der Ausbildung von Studenten der Universität Münster. Am vergangen Freitag nahmen der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Heiner Wolters (Mitte) und Klinik-Geschäftsführer Clemens Galuschka (li.) die Anerkennungsurkunde vom Studiendekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Bernhard Marschall (re.), entgegen. Studenten können ab jetzt im St.-Josefs-Hospital ihr Praktisches Jahr absolvieren.

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„Mit der Möglichkeit der Ausbildung von Studenten im letzten Abschnitt ihres Studiums baut die Lukas Gesellschaft ihre Anbindung an universitäre Einrichtungen aus“, erläutert Prof. Wolters. „Schon seit vielen Jahren sind die Häuser des St. Lukas Klinikums Mitglied im onkologischen Verbund der Ruhr Universität Bochum (RUCCC). Im Austausch mit den Universitätskliniken stellen wir die Versorgung unserer Patienten auf dem aktuellen Stand der medizinischen Kenntnisse sicher. Die Beteiligung an klinischen Studien sorgt dafür, dass auch innovative Therapien schnell Eingang in den Behandlungsalltag finden. Die Ausbildung von Studenten ist eine sehr gute Gelegenheit, frühzeitig junge Ärztinnen und Ärzte an unsere Häuser heranzuführen. Sie haben Gelegenheit, uns als moderne Klinik und attraktiven Arbeitgeber kennen und schätzen zu lernen.“

„Mit der Anerkennung als Lehrkrankenhaus bringt die Universität Münster ihre Anerkennung für die überdurchschnittlichen Leistungen des St.-Josefs-Hospitals zum Ausdruck. Ihre Studenten erlernen bei uns moderne Therapieverfahren in topp-eingerichteten Intensivpflegeabteilungen und optimal ausgerüsteten Operationssälen“, betont Klinikgeschäftsführer Clemens Galuschka.

Amtsübergabe von Pflegedirektor Stephan Cichon (re.) an Axel Westemann - Foto: Kath. St. Lukas Gesellschaft

Neuer Pflegedirektor tritt seinen Dienst an

(03.12.2018) Axel Westermann übernimmt die Verantwortung für den Pflegedienst im Kath. Krankenhaus Dortmund-West und im St.-Rochus-Hospital in Castrop. Er löst Stephan Cichon ab, der nach 14-jähriger Tätigkeit in der St. Lukas Gesellschaft in den Ruhestand wechselt.

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Der neue Pflegedirektor hat nach seiner Ausbildung zum Krankenpfleger Pflegemanagement in Münster studiert und erste Erfahrungen als Pflegedienstleiter in der Geriatrie gesammelt. 2014 trat er in die St. Lukas Gesellschaft ein und arbeitete in verantwortlichen Positionen in der Pflegedienstleitung am St.-Josefs-Hospital in Hörde, seit 2016 als Pflegedirektor.

Stephan Cichon trat 2004 seine Stelle als leitender Stationskrankenpfleger in der onkologischen Station am St.-Josefs-Hospital an. Vier Jahre später übernahm er die Verantwortung als Stationsleiter der Diabetes- und Infektionsabteilung. 2010 stieg er in die Pflegedienstleitung auf und war bis heute als Pflegedirektor für die Standorte Kath. Krankenhaus Dortmund-West in Kirchlinde sowie St. Rochus-Hospital in Castrop zuständig.

Foto: Das Bild zeigt die Pflegedirektoren Axel Westermann (li.) und Stephan Cichon bei der Amtsübergabe. Es darf im Zusammenhang mit dieser Pressemeldung frei verwendet werden. Fotonachweis: Kath. St. Luks Gesellschaft.

St.-Josefs-Hospital empfängt Experten aus Taiwan - Foto: Ekkehart Reinsch

Symposium zu Roboter-assistierten Operationen

(03.12.2018) Roboter-assistierte Operationen sind die Zukunft in der Medizin. Am St.-Josefs-Hospital in Dortmund-Hörde ist sie heute schon Realität. Anlässlich eines international besetzten Symposiums am vergangenen Donnerstag haben Experten in Dortmund die Anwendungsmöglichkeiten in der Viszeralchirurgie erörtert.

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Das Bild zeigt zeigt den Organisator der Veranstaltung, Chefarzt Prof. Dr. Heiner Wolters vom St.-Josefs-Hospital, mit dem Direktor des Zentrums für minimal-invasive Chirurgie der Uniklinik Taichung (Taiwan), C. M. Peng MD, im Kreis führender deutscher Experten: (v. li.) Dr. med. Clemens Bittermann Wien), Priv.-Doz. Dr. med. Hans F. Fuchs (Köln), Prof. Dr. med. Heiner Wolters (Dortmund), C. M. Peng MD (Taichung, Taiwan), Dr. med. Jens Peter Hölzen (Münster) bei Symposium „Robotik in der Viszeralchirurgie – die Zukunft der minimal-invasiven Chirurgie“ am 29. November 2018 in der KV Dortmund.

St. Rochus-Hospital Castrop-Rauxel versorgt Kinder aus Krisenregionen - Foto: Lukas Gesellschaft

Klinik versorgt Kinder aus Krisenregionen

(14.11.2018) Sawada und Sahib haben sich eingelebt. Dabei sind es keine schönen Gründe, die die Kinder nach Deutschland führen. Zum wiederholten Mal beherbergt die Plastische Chirurgie auf Station 3B am St. Rochus-Hospital Castrop-Rauxel Kinder aus Krisenregionen mit unzureichender Gesundheitsversorgung, um sich ihrer schweren Verletzungen anzunehmen.

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So leidet der elfjährige Sahib aus Aserbaidschan nach einer schweren Verbrennung im Kleinkindalter an verstümmelnden Narben am Hals, der linken Schulter und am linken Arm. Deswegen kann er sich nur eingeschränkt bewegen und ist in eine massive Fehlhaltung gezwängt, die ständige Schmerzen verursacht. Von den seelischen Leiden, die ein junger Mensch nach solch einer schweren Verletzung zu erdulden hat, gar nicht zu sprechen. Das Team der Plastischen Chirurgie hat die Narbenstränge mit einer speziellen chirurgischen Technik gelöst und so die Spannung erheblich vermindert. Sahib hat jetzt weniger Schmerzen und kann sich besser bewegen. Normal ist der Arm natürlich noch nicht, denn das übrige Gewebe mit den Muskeln, Nerven und Blutgefäßen hat sich durch die Verletzung in den vergangenen Jahren fehlentwickelt. Aber wer Sahib auf der Station herumflitzen sieht, merkt, dass er bereits jetzt, nur eine Woche nach der Operation, schon mit seinem neuen Leben beginnen will.

Sawada bewegt sich mit ihren zehn Jahren dagegen schon wie ein Profi zwischen dem Pflegepersonal auf der Station und will am liebsten sogar an allen Ecken mithelfen. Das Mädchen aus Afghanistan ist bereits zum zweiten Mal in Castrop. Sie war 2016 erstmals mit Hilfe der Organisation „Kinder brauchen uns e.V.“ nach Deutschland gekommen, nachdem sie bei einem Autounfall in ihrem Heimatland einen komplizierten Unterschenkelbruch mit schwersten Weichteilschäden erlitten hatte. Die Plastischen Chirurgen am St. Rochus-Hospital konnten die umgebenden Weichteile und ihre Unterschenkelknochen mit einem speziellen Metallkäfig über Monate allmählich wieder rekonstruieren. Nach einer über einjährigen Behandlung kann Sawada inzwischen wieder fast beschwerdefrei laufen und rennen.

In dieser langen Behandlungszeit hatte sich Sawada durch ihre herzliche Art mit allen in der Klinik angefreundet und ein entsprechendes „Hallo“ gab es bei ihrer Rückkehr. Die Begrüßung war eher wie unter alten Freunden und nicht wie man es von einem Krankenhaus-Besuch annimmt. Von Angst oder Scheu keine Spur. Das liegt sicherlich auch an der liebevollen Atmosphäre, die die Pflegenden den Kindern im eher nüchternen Klinikalltag bieten. Und so merkt man an den lachenden Gesichtern und der fast zärtlichen Vertrautheit, dass die kleinen Patienten in eine Gruppe integriert sind, die wie eine Familie für sie da ist.

Dabei sind die kleinen Patienten, die zu Beginn ihres Aufenthaltes kein Wort Deutsch verstehen, aus ihren Heimatländern natürlich nicht ohne entsprechende Betreuung nach Deutschland gebracht worden. Im Gegenteil! Der Verein „Kinder brauchen unsere Hilfe“ kümmert sich tatkräftig um die ihm anvertrauten Kinder. Er vermittelt den Kontakt zu den Ärzten am St. Rochus Hospital, wo auf allen Ebenen eifrig gerungen wird, damit den unschuldig in Not geratenen Kindern mit den langwierigen und mitunter sehr kostenintensiven Behandlungen geholfen werden kann.

Die Organisation vermittelt den Kindern Pflegefamilien, die meist aus den Heimatländern der Kinder stammen und sie in der Muttersprache empfangen können. Auch Sawada und Sahib leben in einer Pflegefamilie, wenn sie für ihre Behandlung nicht in der Klinik sein müssen. Während ihres Klinikaufenthaltes sind selbstverständlich viele Besuche der Gastfamilie hochwillkommen.

In der übrigen Zeit bieten all die Schwestern und Pfleger der Station 3B offene Arme und sorgen für eine angenehme Umgebung, die den Kindern fern der Heimat eine Geborgenheit bieten, die sie manchmal sogar vergessen lassen, welche schrecklichen Hintergründe für ihre Deutschlandreise verantwortlich waren.

Die Chefärzte Prof. Dr. med. Heiner Wolters, Dr. med. Christoph Hemcke und Dr. med. Oliver Moormann präsentieren den da Vinci-Roboter der neuesten Generation, der für chirurgi-sche, gynäkologische und urologische Operationen eingesetzt wird.

Robotikzentrum am St.-Josefs-Hospital

(04.09.2018) Das Robotikzentrum am St.-Josefs-Hospital hat Fahrt aufgenommen. Seit der Etablierung des modernsten verfügbaren da Vinci-Gerätes am Anfang des Jahres haben Chirurgen, Gynäkologen und Urologen bereits 100 Roboter-assistierte Operationen durchgeführt.

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„Die Robotertechnik unterstützt den Operateur, der von einer Konsole aus seine Instrumente sehr präzise steuern kann. Dabei erlaubt die Videooptik einen hochauflösenden vergrößerten Einblick in das gut ausgeleuchtete Operationsgebiet. Wir können sehr gewebeschonend vorgehen und vermeiden die Verletzung selbst von kleinsten Blutgefäßen und Nerven“, erklärt Chefarzt der chirurgischen Klinik und Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Heiner Wolters.

Das Besondere am St.-Josefs-Hospital ist der breite Einsatz der neuen Technik, die sowohl für chirurgische als für gynäkologische und urologische Operationen zur Verfügung steht. Hier können unter anderen Darmoperationen, Gebärmutterentfernungen und Prostatabehandlungen sehr schonend und komplikationsarm erfolgen.

Die Erfahrungen der Ärzte sind durchweg positiv. Sie sind überzeugt, dass der Roboter-assistierte Eingriff ihren Patienten gute Chancen auf eine schnellere Genesung eröffnet. Die Technologie wird allen zur Verfügung gestellt, die sich dafür eignen. Für Patienten entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Bild: Auf dem Foto präsentieren die Chefärzte Prof. Dr. med. Heiner Wolters, Dr. med. Christoph Hemcke und Dr. med. Oliver Moormann den da Vinci-Roboter der neuesten Generation, der für chirurgische, gynäkologische und urologische Operationen eingesetzt wird.

Zusammenkunft der Selbsthilfegruppe AdP am St.-Josefs-Hospital mit Herrn Klas von der AdP und CA Prof. Dr. Heiner Wolters

Leben ohne Bauchspeicheldrüse

(03.07.2018) Die Selbsthilfegruppe der Menschen, die nach einer schweren Erkrankung der Bauspeicheldrüse oder einer Operation an der Bauchspeicheldrüse ihr Leben ohne dieses wichtige Verdauungsorgan gestalten müssen, hat sich auf Einladung ihres Regionalvorsitzenden Andreas Klas im Rahmen ihrer regelmäßigen Zusammenkünfte am St.-Josefs-Hospital in Dortmund Hörde über neue Entwicklungen informieren lassen.

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In seinem einleitenden Referat erläuterte Prof. Dr. Heiner Wolters, der Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, den zahlreich angereisten Mitgliedern des Arbeitskreises der Pankreatektomierten (AdP) den Verlauf einer Behandlung im zertifizierten Pankreaszentrum an der Hörder Klinik. Dabei wies er besonders auf die modernen minimal-invasiven Operationsverfahren hin. In spezialisierten Zentren kann die Bauchspeicheldrüse in geeigneten Fällen über kleine Schnitte in der Bauchdecke entfernt werden. Am St.-Josefs-Hospital können die Patienten darüber hinaus in ausgewählten Situationen von der Robotertechnik profitieren, die es dem behandelnden Arzt erlaubt, besonders präzise und damit gewebeschonend zu operieren.

Die Bauchspeicheldrüse hat wichtige Aufgaben im Körper zu erfüllen. Einerseits werden dort Verdauungsenzyme bereitgestellt und bei Bedarf in den Dünndarm eingeleitet. Darüber hinaus produziert die Bauchspeicheldrüse aber auch Hormone wie zum Beispiel Insulin, die für die Regulation des Stoffwechsels und insbesondere des Blutzuckerspiegels unverzichtbar sind. Wenn sie ausfällt, müssen die betroffenen Patienten bestimmte Einschränkungen in ihrem Lebensalltag bewältigen.

Mit welchen Problemen sie konfrontiert sind und wie sie damit zurechtkommen können, war Thema der weiteren Vorträge. Karin Pate, die Funktionsoberärztin der Diabetesstation am St.-Josefs-Hospital, und Diabetesberaterin Ariane Dürholt gingen insbesondere auf die Störungen des Zuckerstoffwechsels ein, die durch die Entfernung der Bauchspeicheldrüse ausgelöst werden. Sie berichteten von neuen Möglichkeiten im Umgang mit diabetischen Stoffwechselstörungen wie der kontinuierlichen Blutzuckermessung via Smartphone.

Der Viszeralchirurg und Ernährungsmediziner Dr. Matthias Fritz stellte die Vorteile von Nahrungsersatzsstoffen sowie Möglichkeiten zur Vermeidung von Mangelzuständen dar. Krankenhausapotheker Michael Lenke erläuterte die Medikamente, die nach Verlust der Bauchspeicheldrüsenfunktion eingenommen werden müssen, um die Verdauung von Speisen sicherzustellen. Er gab wertvolle Tipps zum alltäglichen Umgang mit den notwendigen Medikamenten. Abschließend gab Bettina Dennison-Wlodek Hinweise auf Entspannungsmethoden, die den Alltag der betroffenen Menschen erheblich erleichtern können. Hier wurde u.a. die Klangschalen-Methode praktisch vorgeführt.

Die Veranstaltung endete mit einem zwanglosen Beisammensein in einem Café am Phoenixsee, wo sich die Betroffenen untereinander austauschen konnten.

Die Selbsthilfegruppe AdP organisiert regelmäßig Informationsveranstaltungen am Dortmunder Pankreaszentrum, die erste Anlaufstelle im östlichen Ruhrgebiet, wo Patienten mit Bauchspeicheldrüsenerkrankungen jederzeit einen kompetenten Ansprechpartner für ihre Probleme finden.

Eroeffnungsmatch im neuen Patientengarten des EndoProthetikZentrums am Kath. Krankenhaus Dortmund-West - Foto: Ekkehart Reinsch

Mensch ärger dich nicht am Kirchlinder Krankenhaus

(18.06.2018) Der neue Patientengarten des EndoProthetikZentrums am Kath. Krankenhaus Dortmund-West ist eröffnet. Hier können Patienten nach einer Hüft- oder Knie-OP unterschiedliche Alltagssituationen im Außenbereich trainieren, unter anderem zum Beispiel das Ein- und Aussteigen in ein Auto.

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Orientiert am Reha-Gedanken lädt der parkähnliche Außenbereich Patienten und ihre Angehörigen zu unbeschwerten Bewegungsübungen nach einem künstlichen Gelenkersatz ein. Auf die umgebenden Gebäudewände sind Wandbilder aufgetragen, die für ein angenehmes Ambiente sorgen. Treppenaufgänge, kleine Steigungen und wechselnde Untergründe bieten Trainingsmöglichkeiten unter entspannten Bedingungen, damit die Patienten ihre Alltagsmobilität so schnell wie möglich wieder erlangen können. Sitzgelegenheiten zum Verweilen stehen für das Päuschen zwischendurch bereit.

Auch für Unterhaltung ist gesorgt. Im Außenbereich ist ein großflächiges Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel angelegt. Zur Eröffnung des Patientengartens griffen Clemens Galuschka, der Geschäftsführer des Lukas-Klinikums, und Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Klaus Schmidt, der Leiter des EndoProthetikZenturms, unter den Augen von Thera Fit-Chef Christoph Kemke und weiteren am Projekt beteiligten Mitarbeitern zu den Puppen. Diplomatisch einigten sich die beiden Kontrahenten auf ein Unentschieden für ihre Partie, denn, so Galuschka: „Bei uns gibt es immer nur einen Gewinner, und das ist jeder Patient, der von der neuen Einrichtung profitiert.“